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Pflege- und Entwicklungsplanung

Kernarten als Leitarten für die Pflege- und Entwicklungsplanung eines Binnendünenkomplexes

Für die Ausweisung eines Schutzgebietes, spätestens im Rahmen der Aufstellung eines Pflege- und Entwicklungsplanes (PEPL) werden Bestandsdaten zur vorkommenden Biozönose erhoben. Dem schließt sich eine Auswertung und Bewertung an, wofür sich die Aufgliederung in Kernarten und Satellitenarten bewährt hat.

Kernarten

sind in der gesamten Biozönose der zu bewertenden Fläche häufig und zugleich widerstandsfähig gegen Extinktion.

Satellitenarten

sind wiederholt lokalen Extinktionen unterworfen.

Digitales Geländemodell der Hauptdüne und Lage der Neststandorte

Auf den Binnendünen bei Altwarp war Formica (Coptoformica) foreli EMERGY 1909 eine Kernart. Von dieser Ameisenart bestand hier eine Superkolonie. Insbesondere auf der Hauptdüne mit 21 ha existierte ein Netz von 1240 Zweignestern. Weitere 1310 Nester auf dem Komplex der Binnendünen sprachen für ein intaktes und gegen abrupte Extinktion widerstandsfähiges Vorkommen.

Für die Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplanes ist die Auswertung und Bewertung der Bestandsaufnahmen weitestgehend zielorientiert durchzuführen. Hierfür sind die Hilfskriterien Diversität, Natürlichkeit, Regenerierbarkeit, Seltenheit, Empfindlichkeit und Stabilität der Artengemeinschaft anzuwenden. Dies wird in ein Gesamtschema zur Entwicklung eines Pflege- und Entwicklungsplanes integriert. Aufgrund der Vielschichtigkeit in der Natur muss das Schema nach Gebieten und jeweiligen Kernarten angepasst werden.

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